Arbeiten mit Symptomen
Die Symptome auf dem Desktop können entweder nach Namen oder nach Gewichtung sortiert werden. Sie können das in der oberen Werkzeugleiste unter den "Einstellungen" auswählen.
Die Baum-Struktur können Sie so einstellen, dass Sie unter jedem Symptom die korrespondierenden Mittel angezeigt bekommen. Die Mittel sind nach Graden in absteigender Ordnung und nach Namen in aufsteigender Ordnung aufgeführt, entsprechend der gerade aktiven Einstellung.
Änderung der Gewichtung in den Rubriken
Der Schlüssel zur passenden Verschreibung liegt nicht nur in der Auswahl der Symptome, sondern auch in ihrer Bewertung/Gewichtung. Je wichtiger ein Symptom ist, deso höher sollte es gewichtet werden. Sie können die Gewichtung eines bestimmten Symptoms ändern, indem Sie es auswählen, den Button "Gewichtung ändern" anklicken und den gewünschten Wert eingeben (siehe obiges Bild).
Von Haus aus wird die Gewichtung der Symptome automatisch vorgenommen, entsprechend dem Modell der automatischen Gewichtung. Unter den Optionen in Mercurius können Sie sehen, dass das normalerweise eingestellte automatische Modell zur Gewichtung die Voreinstellung "30 - 1" hat.
Dieses automatische System geht davon aus, dass ein Symptom um so wichtiger ist, je weniger Mittel ihm zugeordnet werden können. Beispielsweise ist das Symptom "Kopf, Schmerzen" mit mehreren hundert zugeordneten Mittel weitaus weniger von Nutzen (und entsprechend geringer gewichtet) als das Symptom "Kopf, Schmerzen, Schläfen, beim Sitzen, amel." dem nur 8 Mittel zugeordnet sind. (im Complete Repertory 2005)
Das Modell "30 - 1" bedeutet, dass das wertvollste Symptom (eines, dem nur ein einziges Mittel zugeordnet wird) eine Gewichtung von 30 erhält, das nutzloseste Symptom (eines mit sehr vielen zugeordneten Mitteln) eine Gewichtung von 1. Über die angegebene Formel erhalten Sie eine Exponentialfunktion, deren X-Achse von 1 bis unendlich geht, während die Y-Achse mit der Gewichtung bei 30 beginnt und bei 1 endet.
Dieses Modell denkt für Sie mit und spart dadurch Zeit und Energie. Natürlich können Sie es bei Bedarf ausschalten oder überstimmen. (Wenn Sie die automatische Gewichtung ausschalten, wird jedem Symptom automatisch eine Gewichtung von 10 zugeordnet.)
Gruppieren von Symptomen.
Gruppieren von Symptomen (Zusammenfassen von Symptomengruppen) ist ein wichtiges Werkzeug für Sie bei der Arbeit mit Symptomen. Es erlaubt Ihnen, sogenannte "Superrubriken" oder übergeordnete Rubriken zu schaffen. Darin sind alle Mittel enthalten, die den ähnlichen oder fast identischen Symptomen zugeordnet sind, die Sie in dieser Superrubrik zusammenfassen.
In unserem Beispiel können Sie alle Symptome gruppieren, die einen rauhen, schmerzenden Hals beinhalten. Diese Kombination kommt insgesamt dreimal vor, was recht viel ist, wenn man bedenkt, dass sie zu den weniger wichtigen Symptomen gehören. Wenn Sie mit diesem Symptomen eine Superrubrik bilden, verhindern Sie, daß diese Symptome aufgrund der zahlenmäßigen Häufigkeit überbewertet werden. (Eine andere Lösung wäre, die Gewichtung dieser Symptome zu verringern).
Mercurius kennzeichnet das Vorkommen von Superrubriken mit einem speziellen Icon. Sie können die Superrubrik jederzeit wieder auflösen, indem Sie bei ausgewählter Superrubrik den Button "Gruppierung auflösen" anklicken.
Filtern von Symptomen
Wenn Ihr Fall ein Schlüsselsymptom hat, können Sie wie in diesem Beispiel einen Positiv-Filter einsetzen.
Ein Positiv-Filter sorgt dafür, dass nur Mittel in Betracht gezogen und evaluiert werden, die einem Symptom mit Positiv-Filter zugeordnet sind.
Negativ-Filter arbeiten ähnlich, wobei im Umkehrschluss Mittel, die Symptomen im Negativ-Filter zugeordnet sind, nicht mit einbezogen werden in die Evaluierung. Einzelne Mittel können ebenfalls in einen Negativ-Filter verschoben werden, indem Sie diese Mittel in der Mittelliste oder der Evaluierung mit Rechtsklick anklicken und dann "Löschen" auswählen.